Wegen DIESER Fotos sollte Onay in der Türkei der Prozess gemacht werden

Nach dem es nach jahrelanger Repression im Sommer 2015 zu einer Revolte in den hauptsächlich von Kurd:innen bewohnten Gebieten in der Osttürkei gekommen war, reagierte das türkische Militär mit massiver Gewalt.

Diese richtete sich auch gegen die Zivilbevölkerung, zahlreiche Menschen wurden getötet.

Mesut Onay, Gemeinderat in Innsbruck (ALI), hatte zusammen einer internationalen Delegation im die Städte Cizre, Nusaybin und Silvan besucht – und Fotos gemacht.

Sie dokumentieren die Brutalität des Militäreinsatzes: zerschossene Häuser und Fahrzeuge, Patronenhülsen, trauernde Menschen.

Terrorpropaganda” nennt sie die türkische Staatsanwaltschaft, und wollte Onay den Prozess machen.

Onay schwappt im Netz eine breite Solidaritätswelle entgegen. Das Thema sei nach wie vor aktuell, Kurd:innen und demokratische Aktivist:innen werden in der Türkei massiv verfolgt – medial, justiziell, militärisch.

“Wenn der türkische Staat nicht will, dass solche Bilder verbreitet werden, sollten wir genau das tun – aus Solidarität mit der Bevölkerung und mit Onay”, so ein User.

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Fotos: Mesut Onay