▶ Solidaritätsaktion für Moria ▶ Innsbrucker zelten vor dem Landestheater

Mit einer Solidaritätsaktion machten der Theaterpädagoge Nik Neureiter und sein Freund Bernhard Friesacher auf die Zustände in den griechischen Geflüchtetenlagern aufmerksam. Dazu haben sie ihre Zelte am vergangenen Wochenende vor dem Landestheater aufgeschlagen und die Nacht im Freien verbracht.

“Ich will keinen Urlaub mehr vor der Wahrheit. Ich will kein Weihnachten ohne Nächstenliebe”, schreiben die beiden auf Twitter. Es gehe nicht darum, etwas nachzustellen – die Situation in den griechischen Lagern sei katastrophal – sondern Aufmerksamkeit zu erregen. Den ganzen Tag über waren sie am Platz vor dem Landestheater, suchten das Gespräch mit Passant:innen, klärten auf, informierten, diskutierten. Der Zuspruch war groß, die Reaktionen positiv.

Es war eine spontane Aktion, ohne Organisation im Rücken. “Auch kleine Aktionen können etwas bewirken”, so ein Innsbrucker Lehrer, der auf seinem Spaziergang vorbeigekommen ist, und: “Es zeigt, dass jede und jeder Einzelne etwas tun können.” Passant:innen waren eingeladen, mit Kreide ihre Unterschrift auf dem Platz hinterlassen und so ihre Unterstützung auszudrücken.

Am nächsten Wochenende, Samstag und Sonntag, wollen Nik und Bernhard wieder ihre Zelte aufschlagen. Interessierte, die beim nächsten “Camp für Moria” mitmachen wollen, können sich unter info@und-lieben.tirol bei den zwei Aktivist:innen melden. Alle anderen sind eingeladen, am Wochenende vorbeizukommen.