SJ Tirol: “Nirgends sind Frauen* so unsicher wie in Österreich”

Original-Text (OT): SJ Tirol

SJ Tirol-Frauen*sprecherin Handle-Hehn: „Nirgends sind Frauen so unsicher wie in Österreich. Frauen*ministerin Raab muss zurücktreten!“

Medienaktion der Sozialistischen Jugend Tirol zu ihrer Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen*“.

„In keinem anderen Land in der EU töten so viele Männer Frauen* wie in Österreich. Diese unfassbar dramatische Entwicklung muss von der Frauen*ministerin Raab sofort gestoppt werden!“, so Handle-Hehn. „Gewalt gegen Frauen* ist ein strukturelles Problem, dass nicht erst bei Mord anfängt sondern sich bereits in sexistischer Sprache oder frauen*feindlichen Witzen zeigt. Allein die bereits 28 Femizide zeigen uns: die österreichische Regierung muss endlich handeln! Keine einzige* weniger!“, führt Handle-Hehn weiter aus.

Handle-Hehn kritisiert, dass die Bundesregierung, deutlich zu wenig gegen die systematische Gewalt an Frauen* unternimmt. „Trotz dieser fürchterlich hohen Anzahl an Femiziden in Österreich schaut die Regierung weiterhin weg. Wir werden mit Ankündigungen und leeren Versprechen abgespeist, während Frauen* in Österreich weiterhin tagtäglich mit unzähligen Formen von Gewalt konfrontiert sind. Frauen*ministerin Raab ist mehr als rücktrittsreif!“, meint Handle-Hehn.

Auch der Gewaltschutzgipfel der am 23.11 stattfand brachte wieder nur leere Floskeln und Versprechungen hervor. „Nehammer und Raab sehen die Polizei anscheinend als „Kern-Player“ im Kampf gegen Gewalt in den eigenen 4 Wänden, doch diese kommt meist erst wenn es bereits zu Gewalttaten gekommen ist. Raab lobt sich weiters für die Erhöhung des Budgets für Gewaltschutz und Prävention, während laut Frauenhäusern das Elffache nötig wäre“, zieht Handle-Hehn Bilanz.

Des Weiteren weist die Sozialistische Jugend Tirol mit ihrer Aktion daraufhin, dass Gewalt viele Facetten haben kann. „Strukturelle Gewalt gegen Frauen* fängt nicht erst mit einer Körperverletzungen an. Sie zeigt sich bereits in sexistischen Witzen, frauen*feindlicher Sprache und der Bedienung von Geschlechterklischees. Gewalt geht so gut wie immer von Männern aus. Wenn man es mit der Gewaltprävention ernst meint, braucht’s daher nicht nur finanzielle Mittel, sondern Bildungsarbeit, die bereits im Kindergarten ansetzt. So soll ein respektvoller Umgang zwischen den Geschlechtern frühzeitig erlernt werden.“, so Handle-Hehn abschließend.