In eigener Sache: Ein Schritt zurück

Zuallererst möchten wir uns bedanken: Für die Zusammenarbeit, die Einsendungen, die positiven Rückmeldungen, das Verbreiten unserer Texte. Ohne diese Resonanz hätte es diese Plattform nicht gegeben.

Über eineinhalb Jahre haben wir uns mit kritischen Interventionen am öffentlichen Diskurs in Innsbruck beteiligt. Nicht immer fehlerfrei, selten ohne spitze Feder, stets unserer Haltung verpflichtet. Denn unpolitisch sein heißt politisch sein, ohne es zu merken.

Manches Mal konnten wir Aufmerksamkeit herstellen für Themen, die in den Massenmedien nicht vorkommen, und Perspektiven aufzeigen, die über das Bestehende hinausweisen.

Mit Jahresende werden wir unsere Aktivitäten im Rahmen dieses Medienprojekts beenden.

Nicht, weil die Notwendigkeit eines medialen Gegengewichts zur Schönfärberei von oben und Hetze von Rechts nicht mehr gegeben wäre – das Gegenteil ist der Fall. Hegemoniale Konstellationen verschieben sich nur im Ineinandergreifen von Aktion, Organisierung und Kommunikation.

Wenn auch einiges geglückt sein mag: Das Ziel, eine strömungsübergreifende und vielseitig bespielte Medienplattform zu schaffen haben wir nur bedingt erreicht. Vor allem aber ist es nicht gelungen, sie auf eine breite Basis zu stellen. Die Grenzen des Entwicklungspfades sind erreicht.

Und da Neues die Überwindung des Alten voraussetzt verabschieden wir uns: Ohne Zerstörung kein Aufbau. Ein Schritt zurück, zwei nach vorn – vielleicht. Die Zukunft ist noch ungeschrieben.

Das Team von Innsbruck News