+++ Hausbesetzung mit Gartenfest beendet +++

Mit einem Gartenfest ist die Besetzung der Kapuzinergasse 14 am heutigen Sonntag zu Ende gegangen. Nach der Beinahe-Räumung der “Kapuze” sollte am Morgen eine Unterredung zwischen Besetzer*innen und Immobilieneigentümer stattfinden. In den frühen Morgenstunden zogen sich die Besetzer*innen jedoch aus dem Gebäude zurück, die Verhandlungen wurden abgesagt.

Via Twitter erklärten sie, dass eine Verhandlung auf Augenhöhe nicht gegeben sei, und: “Eine langfristige Nutzung ist nicht in Aussicht.” Kritik übten sie auch am eskalativen Vorgehen der Polizei.

Gegen Mittag fanden sich zahlreiche Nachbar*innen und Unterstützer*innen im Garten der “Kapuze” ein, um sich mit den Besetzer*innen solidarisch zu zeigen. Die Ansammlung entwickelte sich schnell zu einem entspannten Gartenfest und dauerte bis in die Abendstunden.

Zahlreiche Innsbrucker Initiativen hatten den Besetzer*innen den Rücken gestärkt, unter anderem das Brennessel Hauskollektiv, das sich für selbstverwaltete Freiräume in Innsbruck stark macht: “Wohnen ist ein Grundrecht und keine Ware. Die Aktivist*innen investieren Zeit und Energie um gemeinschaftlichen Raum zu ermöglichen, anstatt den Leerstand zu akzeptieren. Und dafür werden sie von der Polizei eingekesselt. Da stimmt etwas grundlegend nicht, wenn der Einsatz für Menschenrechte kriminalisiert wird.”, so das Kollektiv in einer Stellungnahme.

Hintergründe:
Räumung abgewendet
Hausbesetzung in Innsbruck