Stopp Femizide!

Stopp Femizide!

Fri, 15 Jan | 16:00 - 19:00
annasäule, maria-theresien-str. 18, innsbruck

Nicht eine* weniger! Nehmt ihr uns eine*, antworten wir alle!

2020 gab es in Österreich 24 Femizide und 30 weitere Mordversuche an Frauen* und Mädchen* – die Dunkelziffer wird noch höher eingeschätzt.
Wir wollen nicht mehr länger still sein!
Als Femizid wird die Tötung von Frauen* und Mädchen* aufgrund ihres Geschlechts bezeichnet. Femizide sind keine „isolierten“ oder „vereinzelt“ auftretenden Akte der Gewalt, sondern ein strukturelles Problem, eine der vielen Erscheinungen des Patriarchats – der Diskriminierung, Unterdrückung und Gewalt.
Mediale und gesellschaftliche Beschreibungen, wie “Familiendrama” oder “Eifersuchtstat” individualisieren und romantisieren die Gewalt und geben Frauen* und Mädchen* eine Mitschuld an ihrer Tötung. Das ist es nie! Es ist Mord!
Wir müssen uns mit patriarchalem Besitzdenken und Macht auseinandersetzen.
Es ist wichtig, das Problem Frauen*hass in aller Klarheit zu benennen! Wir sind bestürzt von der mangelnden politischen Reaktion auf die stetig hohen Zahlen an Tötungsdelikten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt! Feminizide sind kein individuelles privates Problem, sondern ein gesellschaftliches und müssen als solches angegriffen werden.
2020 hat sich durch die COVID-19 Pandemie die Gefährdung drastisch verschärft: Von der Regierung wird soziale Distanzierung und Isolation am Wohnort eingefordert. Gerade die privaten, familiären Kontexte sind es dann, in denen patriarchale Dominanz- und Machtansprüche gewaltvoll durchgesetzt werden. Das äußert sich zum Beispiel in sexistischen, homofeindlichen, trans*- oder inter*feindlichen Übergriffen, in Form von psychischer Gewalt, als Sprüche und als Ausgrenzungen, und in direkter physischer Gewalt.
Wir rufen dazu auf, gemeinsam gegen patriarchale Strukturen anzukämpfen, gemeinsam gegen jede Form von Gewalt in dieser Gesellschaft! Lasst uns sichere Räume für alle schaffen! Patriarchale Gewalt beenden!
HINWEIS:
Aufgrund von Covid-19 und dem dementsprechenden Risiko für Risiko-Personen, Personen im Sozialbereich und Multiplikator:innen bitten wir solidarisch miteinander umzugehen und um die Einhaltungen der Sicherheitsvorkehrungen (Mund-Nasen-Schutz, 1m-Mindestabstand).

wheelchair accessibility: accessible
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