▶ Diana Budisavljević rettete Tausenden in der NS-Zeit das Leben ▶ Kindergarten soll an Innsbruckerin erinnern

Diana Obexer, Tochter eines Innsbrucker Ehepaares, rettete in der NS-Zeit tausenden Kindern das Leben. 1919 war sie mit ihrem Mann, Julije Budisavljević, nach Zagreb gezogen. Mit dem Einmarsch der NS-Truppen begann auch im damaligen Königreich Jugoslawien der organisierte Massenmord.

Diana Budisavljević schaffte es, zusammen mit einer Gruppe Mitstreitern tausende Kinder aus den Konzentrationslagern zu schaffen und bei Pflegefamilien unterzubringen. Die genaue Zahl ist unbekannt. Zudem halfen die von der Gruppe angelegten Listen, dass Kinder nach dem Krieg zu ihren Angehörigen zurückfanden. Ihr Engagement wurde erst spät bekannt.

Jetzt sollen ihre Taten durch zwei Maßnahmen in Erinnerung bleiben:

  • Der Kindergarten Reichenau-Ost, auch bekannt als Kindergarten in der Burghard-Breitner-Straße, soll nach Budisavljević benannt werden. Dies dient auch dazu, den Namen von Breitner zu tilgen: Der bekannte Innsbrucker Chirurg war mit dem NS-Regime verstrickt.
  • Am Obexer-Haus in der Maria-Theresien-Straße (“Tyrolia”-Buchhandlung), ihrem Geburtshaus, soll eine Gedenktafel angebracht werden. Sie soll folgende Innschrift tragen: “Diana Obexer-Budisavljević rettete während des Zweiten Weltkrieges im ehemaligen Jugoslawien mit Hilfe von weiteren AktivistInnen über 10.000 Kinder aus den Lagern des faschistischen Ustascha-Regimes.Erst Jahre nach ihrem Tod wurde ihr humanitäres Engagement auch hier in ihrer Heimatstadt bekannt. Mit dieser Tafel an ihrem Elternhaus dankt die Stadt Innsbruck dieser mutigen Frau.”

Die 1891 geborene Budisavljević verstarb 1978 in Innsbruck.