▶ Demo gegen Rassismus und Ausgrenzung ▶ Rund 600 Personen protestierten

Trotz Schneefall und winterlichen Temperaturen fanden sich am gestrigen internationalen Tag gegen Rassismus zahlreiche Personen vor dem Landestheater ein. Mehrere Organisationen hatten zu einer Demonstration gegen Rassimus aufgerufen.

Nach einer Auftaktkundgebung zog der Demonstrationszug über den Bahnhof, die Triumphpforte und den Marktplatz wieder zurück zum Ausgangspunkt. Sprüche wie “Black lives matter”, “Silence is violence” und “Nationalismus raus aus den Köpfen” standen auf den Bannern.

Auch aufgrund einer parallel stattfindenden, spärlich besuchten Versammlung rechter Gegner:innen der Corona-Maßnahmen am Landhausplatz war die Polizei mit einem massiven Aufgebot vor Ort.

Auf die Einhaltung der Abstandspflicht wurde konsequent Wert gelegt, die Teilnehmer:innen trugen ausnahmslos Masken.

Die Zwischen- und Abschlusskundgebungen wurden durch mehrere hochkarätige musikalische Beiträge von Personen of Color zu einer stimmungsvollen Angelegenheit.

In den Reden kam die Bandbreite rassistischer Unterdrückung zum Ausdruck: Rassistische Hetze in den Medien, Diskriminierungserfahrungen auf der Straße, die Ausbeutung von Migrant:innen auf den Erntefeldern, das europäische Grenzregime an den Außengrenzen – Rassismus ist für zahlreiche Menschen eine Alltagserfahrung, so der Grundtenor.

Erneut wurde auf die prekäre Lage der Bewohner:innen des Abschiebelagers Bürglkopf bei Kitzbühel hingewiesen und eine dezentrale Unterbringung gefordert.

Nach rund drei Stunden ging die friedliche Veranstaltung zu Ende, die Organisator:innen bedankten sich für die rege Teilnahme.

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Video: https://www.youtube.com/watch?v=4kXjAenYsIg

Foto: Redaktion